Volles Haus zum Neujahrsempfang

Von Gerhard Honig

Zeit, Bilanz zu ziehen und gleichzeitig musikalisch auf 25 erfolgreiche Jahre zurück zu blicken: in groben Zügen lässt sich so der Sonntag umreißen in der Kirchengemeinde St. Martini. Die Einwohner waren eingeladen zum traditionellen Neujahrsempfang, in den sich wie schon in den Vorjahren praktischerweise auch der Ortsrat mit einreihte. Parallel feierte der Gottesdienstchor mit Stefan Bothur an diesem Tag sein 25-jähriges Bestehen, erfreute an seinen Ehrentag mit Liedern sowohl im Gottesdienst mit Pastorin Frauke Kesper-Weinrich als auch danach im prall gefüllten Gemeindehaus. Kirchenvorsteher Ralf Flügge-Kranz ließ in seiner Festansprache das Jahr Revue passieren, hob bei den Kirchenvorstandswahlen lobend hervor, dass sich mit Carolin Heine und Davina Jädtke zwei junge Mütter in das Kirchenparlament hatten wählen lassen und jetzt zusammen mit Claudia Weißflog neue Ideen einzubringen in der Lage wären. Zum Werterhalt des Gemeindehauses seien vor dem neuen Anstrich aufwendige Maßnahmen gegen Risse und Pilzbefall nötig gewesen, so dass abzüglich des Kostenübernahmeanteils des Kirchenkreisamtes die Gemeinde noch knapp 2000 Euro zu berappen hatte. Es sei für ihn unerklärlich, fuhr Flügge-Kranz fort, dass „immer mehr Menschen uns den Rücken kehren“. Seien es finanzielle oder andere Beweggründe? „Wir wissen es nicht“. Kircheneintritte gäbe dagegen keine. Als positiven Ausblick nannte der Kirchenvorsteher nach dem erfolgreichen Kindermusical mit Nana Sugimoto neue Ideen für ein Projekt mit Kindern: „Lassen Sie sich überraschen!“

Ortsbürgermeister Hartwig Möller betonte in seiner umfangreichen Ansprache, dass die Ortschaften nicht weiter geschrumpft seien. Er stellte in dem Zusammenhang als Neubürger vor die Familie Stefanie und Christian Förtsch, die mit ihren beiden Söhnen  in die alte Brullser Mühle eingezogen waren. Sie wurden ebenso wie die Neu-Hachmühler Familie Bruno und Nadège Munoz mit Sohn Bruno unter dem Beifall des Saals willkommen geheißen. Letztere haben sich im Neubaugebiet Wehrmannsfeld angesiedelt. Als neuen Verein im Dorf erwähnte Möller den Tierschutzhof Hachmühlen an der Dorfstraße, wie überhaupt ein gemeindliches Miteinander ohne ehrenamtliche „Macher“ unvorstellbar wäre. Er warb deshalb schon jetzt um Helfer zur Organisation des Osterfeuers am 20. April.

Neubürger in Brullsen und Hachmühlen: Stefanie und Christian Förtsch sowie Nardège und Bruno Munoz, vorn Klein-Bruno, OB Möller, Ralf Flügge-Kranz, Frauke Kesper-Weinrich

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